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Gemeinsame Veranstaltung zur Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg

Wie sieht das Energieland Brandenburg morgen aus?

Starkregenereignisse und Überschwemmungen werden zunehmen, warnte Prof. Dr. Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Um die Folgen des Klimawandels zu begrenzen muss daher der Ausstoß von klimaschädlichen CO2-Emissionen reduziert und der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt werden, ergänze Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für erneuerbare Energien e.V. anlässlich einer Veranstaltung am 20. Oktober 2017 in Ludwigsfelde.

Gemeinsame Veranstaltung der fünf Regionalen Planungsgemeinschaften

Im Rahmen des Konsultationsverfahrens zum aktuellen Entwurf der Energiestartegie 2030 des Landes Brandenburg luden die fünf regionalen Planungsgemeinschaften zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung in die Industriestadt im Süden von Berlin ein.

Drei Zukunftsszenarien

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Energie erarbeitete die Prognos AG in zwei Gutachten die Grundlage für den aktuellen Entwurf der Energiestrategie (siehe Link). Herr Jens Hobohm von Prognos stellte den Teilnehmern in drei Szenarien vor, wie sich das Energieland Brandenburg bis zum Jahr 2030 entwickeln könnte. Das Basiszenario orientiert sich an der aktuellen Energiepolitik des Landes Brandenburg. Die zwei weiteren Szenarios hingegen orientieren sich an den Zielen des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung bzw. an den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens. 

Noch viel zu tun

In vielen Bereichen sei man den Zielen der Energiestrategie bereits näher gekommen, erläuterte Herr Hobohm zu Beginn seiner Präsentation. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei bereits weit vorangeschritten. Der Endenergieverbrauch sei aber mit Stand 2015 im Vergleich zum Ausgangsjahr von 2007 sogar um 1,7 Prozent gestiegen. Bis 2030 soll der Endenergiebedarf um 23 Prozentpunkte gesenkt werden.

Klimaschutzziele verfehlt

Laut der Analyse von Prognos werden mit dem von der Landesregierung präferierten Basisszenario die nationalen Klimaschutzziele verfehlt. Die überarbeitete Energiestrategie sehe eine Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber dem Ausgangsjahr 1990 vor. In der Strategie aus dem Jahr 2012 waren es 72 Prozent. Begründet wird die Reduzierung der Klimaschutzziele mit einer florierenden Wirtschaft und der Ablehnung der CCS-Technologie (Verpressung von CO2 im Erdboden) am Kraftwerksstandort in Jänschwalde.

Podiumsdiskussion

In einer abschließenden Podiumsdiskussion sprachen die Referenten gemeinsam mit einem Vertreter vom Ministerium für Wirtschaft und Energie über die Chancen und Risiken der überarbeiteten Energiestrategie. Man war sich darüber einig, dass die Akteure auf der kommunalen und regionalen Ebene sowie auf der Ebene des Landes gemeinsam agieren müssen, um die Energiewende in Brandenburg erfolgreich umzusetzen. Seitens der Veranstaltungsteilnehmer wurde unter anderem bemängelt, dass das Thema Verkehr in der Energiestrategie nur unzureichend berücksichtigt wird, obwohl es für einen Großteil der CO2-Emissionen verantwortlich ist.

Wie geht es nun weiter?

Die Teilnehmer der Veranstaltung hatten die Möglichkeit mit Hilfe eines Fragebogens die Ziele und Maßnahmen der überarbeiteten Energiestrategie zu bewerten. Auf der Grundlage der Fragebögen werden die Regionalen Planungsgemeinschaften jeweils eine Stellungnahme zur Energiestrategie verfassen.

» Tagesordnung
» Vortrag Prof. Dr. Stock
» Vortrag Herr Vohrer
» Vortrag Herr Hobohm